Fahrschule

Da die gestern angesteuerten Ziele leider nicht alle fußläufig von unserer Unterkunft entfernt lagen, hieß es für mich gestern wieder eines der Mietautos über die südafrikanischen Straßen zu bewegen.
Um auch während der Fahrt einen Austausch zwischen den Teilnehmern aus den verschiedenen Ländern zu ermöglichen, bildeten wir gemischte Fahrgemeinschaften. Dabei bekam ich es leider mit einem Beifahrer zu tun, der mir die Fahrt mit seiner Art deutlich erschwerte.

Ich empfinde das Fahren insgesamt schon als anstrengender als in Deutschland. Neben der Verantwortung für die mitfahrenden Schüler, ist das Fahren auf der ungewohnten linken Straßenseite und das Umfahren der reichlich vorhandenen Schlaglöcher schon eine erhöhte Schwierigkeit.

So war der Plan, dass wir deutschen Fahrer uns wenigstens nicht auch noch um den Weg kümmern sollten, sondern in Kolonne fahren wollten und in jedem Auto jemand mit Ortskenntnis sitzen sollte. Leider hat es bei mir nicht geklappt. Zwar hat mich mein Beifahrer nicht auf die anderen warten lassen (Drive, drive, I know the way, they will find it, why you waiting…), damit wir uns nicht aus den Augen verlieren, aber dafür hat er mich dann auch bei der Navigation ziemlich hängen lassen. Während er sich auf SiSwati unterhielt, kam plötzlich eine Anweisung zur Richtungsänderung in Englisch, leider aber erst in der Mitte der Kreuzung. Oder es gab nur eine kleine Erinnerung, dass ich doch ans Abbiegen denken sollte (you won´t forget to turn here?), wo ich ja auch schon einmal in der Gegend war, sollte ich ja auch doch selbstverständlich alle Strecken kennen.

Auch wenn es schon mit der Navigation schwierig war, konnte er mir noch ein paar wichtige Tipps für das Auto fahren mitgeben. Als er zwischendurch eingeschlafen war und ich einem Schlagloch leider nicht rechtzeitig ausweichen konnte gab es den hilfreichen Hinweis, dass ich das nicht machen soll (You must not do that), dumm von mir, wo ich doch bisher immer dachte jedes Schlagloch muss durchfahren werden, um Punkte zu sammeln, wie man es aus alten Computerspielen kennt. Danach gab es dann noch eine kleine Unterrichtsstunde im guten Fahren (Benedikt, if you want to drive good…). Leider konnte ich die Hinweise zum richtigen Schalten beim Automatikgetriebe nicht wirklich umsetzen.

So war ich nach diesem Tag besonders froh zusammen mit allen Insassen gesund und wohlbehalten in der Unterkunft angekommen zu sein.
Vermutlich war meine Schwierigkeit mit meinem Beifahrer auch so präsent, da er sich in seiner Art von allen anderen südafrikanischen Kollegen unterscheidet. Insgesamt werden wir hier sehr umsorgt und jede und jeder achtet darauf, dass es uns gut geht und ist absolut zuvorkommend.

Fem

Ein Kommentar

  • Dirk Wienken

    Lieber Benedikt,

    das wird schon! Vielleicht noch so 10 bis 11 Besuche in Südafrika und du kannst den Mpumalanga-Taxischein machen. Das Elefanten-Ausweichmanöver, Fahren mit Jungs auf der Ladefläche sowie vorschriftsmäßiges Überladen bis 200% hat doch bisher schon ganz gut geklappt!
    Weiter so und ab durch die Mitte!
    Toi, Toi, Toi,

    Dirk

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